Gedanken

Alleinerziehend und verdammt glücklich dabei // Gedanken

img_20171024_071123_8351477043674.jpgUnd schon waren sie rum.. nun bin ich also drei Monate alleinerziehend. Allein verantwortlich für vier Kinder, ein Haus, einen Garten, Haustiere und die Finanzen. Ich habe in der Zeit mein Handy im Kühlschrank gefunden, meinem Sohn beim wickeln einen Haargummi ans Bein gebunden (warum auch immer), im Auto gesessen und habe nicht mehr gewusst, wo ich hin wollte, habe öfter beim Italiener ums Eck bestellt, als die letzten 3 Jahre und bin abends oft so platt, dass ich es nicht mal mehr schaffe mich fürs Bett umzuziehen, A B E R ich bin glücklich.

Als die Tür zufiel, hat für mich ein neues Leben begonnen, der Druck der lange Zeit auf mir lastete fiel ab und ich konnte wieder atmen. Ja es gab Momente, da hab ich geweint, aber niemals wegen der Person, sondern weil ich kapiert habe, dass ich in einer Blase gelebt habe, die geplatzt ist. Die Wahrheit tut weh, das ist Fakt! Aber sie ist auch wichtig, um einen Neuanfang zu schaffen. Wenn man ständig nach dem wie, weshalb und warum fragt, steht man sich selbst im Weg. Ich wollte nie umkehren, wollte nie kämpfen um jemand anderes, als mich… mich und meine Kinder. Alles andere wäre es nicht wert gewesen.

Nach sehr langer Zeit habe ich angefangen, wieder auf mich zu achten. Stelle mich nicht mehr hinten an und gönne mir endlich auch mal wieder was. Es gibt Tage an denen, schau ich am Besten nicht in den Spiegel, weil die Nächte hart waren und kein Concealer der Welt etwas ändern könnte, aber die meiste Zeit mag ich den Blick in den Spiegel, den da steht tatsächlich wieder jemand den ich kenne.

“ Ich dachte, immer du gehst zum Lachen in den Keller“ / „Ich wusste nie so Recht, wie ich dich einschätzen soll…“

Menschen ändern sich und sie ändern auch dich. Ich brauche keinen Menschen, der mich runterzieht, der mir eine rosa Blase baut, die irendwann zusammenfällt aber genauso wenig jemand der mich zu einem besseren Menschen macht, sondern Menschen, bei denen ich sein kann… ich mit all meinen Facetten.

Erst gestern hab ich mit einer Freundin über Geschichten aus einer verdammt lustigen Zeit geredet, oh Gott was hab ich gelacht. Drei mal die Hälfte war mega peinlich und das meiste würde ich nie mehr im Leben machen, aber das war ich! Und genauso bin ich heute nicht nur Mutter, Hausfrau und der Depp vom Dienst, sondern eine Frau! Und das möchte ich leben und tue ich jetzt! Ich mach mich nicht mehr kleiner als ich bin, um jemandes Ego zu pushen. Denn es gibt tatsächlich Menschen, die selbst nichts schaffen, die ohne andere Menschen, nichts aber auch gar nichts auf die Reihe bekommen und davon leben, anderen die Kraft zu rauben. Anfangs ist alles toll und irgendwann ganz unbemerkt hat man sich verloren…

Ich hatte keine Angst davor alleinerziehend zu sein, das war ich schon einmal und außer an der Kinderzahl hat sich zu damals an der Problematik , wenn es denn eine ist, nichts geändert. Ich hatte vielmehr Angst davor, dass ich tatsächlich nicht mehr die bin, die ich einmal war… aber die war total unbegründet. Ich bin mehr ich, wie je zuvor. Glücklicher als ich es je gedacht hätte und verdammt stolz auf mich selbst.

3 Kommentare zu „Alleinerziehend und verdammt glücklich dabei // Gedanken

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