Buchrezensionen

Die kleinen Sterne leuchten immer // Rezension

2017-11-09 122138375876..jpgZeit zum Lesen hab ich wirklich nicht viel und wenn ich sie finde,muss das Buch mich fesseln, da verzichte ich auch gern mal auf meine nächtliche oder früh morgendliche Netflix Tradition.

Nachdem ich ja bereits mit “ Ein Stein der mir Flügel macht“ mich mit einem Thema befasst habe, das unter die Haut geht, habe ich dieses Mal die Geschichte einer Sternkindermutter gelesen.

Inhalt

Maya schreibt ihrer verstorbenen Mutter Briefe um ihre Trauer zu bewältigen. Maya lässt ihren Gefühlen freien Lauf und erzählt darüber, dass ihr Mann Torben, kaum noch Zeit für sie und den gemeinsamen Sohn hat, da er so viel arbeiten müsse. Als Torben die Zusage für einen neuen Job hat, kommt neuer Schwung in die Beziehung, sie kaufen ein Haus und kurz darauf erfahren, die Beiden, dass Maya schwanger ist.

Die Freude ist rießengoß und als bei einer Vorsorgeuntersuchung raus kommt, dass das Baby keine Überlebenschance hat und an Anenzephalie leidet, bricht für Maya eine Welt zusammen. Sie erfährt, dass ihrer Tochter wichtige Teile des Gehirns fehlen und die Schädeldecke nicht geschlossen ist. Wenn sie die Schwangerschaft überlebt, gäbe es trotzdem keinerlei Hoffnung.

Maya kämpft nicht nur gegen ihre eigenen Gefühle, Ängste und Zweifel, weiß nicht, ob sie abtreiben oder das Kind austragen soll, sondern wird auch mit der harten Meinung anderer konfrontiert. Zwischen Liebe, Trauer, Hoffnung und Schmerz entscheidet sie sich für das Leben, für ihre Tochter und die wenige Zeit, die ihnen bleibt.

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Fazit

Als ich kurz vor der Geburt der Zwillinge im Krankenhaus lag, durfte ich eine wundervolle Frau kennen lernen, deren Sohn eine Überlebenschance von weniger als 30% hatte. Ich habe miterlebt, wie jede Untersuchung eine Gradwanderung zwischen Hoffnung und Verzweiflung war. Als ich im Kreissaal zur Entbindung war, war sie auch da. Ich ging mit meinen Kindern nach Hause, sie musste sich verabschieden. Das Leben ist ungerecht!

Das Buch ist kein Buch der großen Worte, sondern eines der wahren Worte. Die Einfachheit der Texte macht die Geschichte authentisch, macht sie mitfühlbar. Man kann Maya verstehen, fühlt sich direkt angesprochen. Das die Geschichte in Briefform geschrieben ist, macht es für mich intim, man hat das Gefühl, man hält das Bündel Briefe in den Händen.

„Die kleinen Sterne leuchten immer“ ist für mich ein Buch, dass mich sehr berührt hat, über das ich noch lange nachgedacht habe und das ich gerne weiterempfehle, am Besten aber mit einer Ladung Taschentücher.

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  • Preis : 15,90 €
  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: edition riedenburg; Auflage: 1 (18. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 390308557X
  • ISBN-13: 978-3903085572

Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks.de kostenlos zu Verfügung gestellt. Meine Meinung und Darstellung wurde dadurch aber in keinster Weise beeinflusst.

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