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Weniger ist mehr – mein Langzeitexperimet für 2018 // Der Anfang

So nun wird es ernst und aus einer anfänglichen Spinnerei werden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Ich möchte mich nicht mehr mit Müll, Negativem und Sinnlosem umgeben! Letztes Jahr hab ich bereits damit begonnen, Menschen los zu lassen, die mir nicht gut getan haben, die mich runterziehen und ihrer negativen Art mitgerissen haben. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, wenn die Welt um mich herum geordnet und positiv ist, dann fühle ich mich auch besser. Also wieso sich noch weiter mit Dingen und Menschen umgeben, die einem nicht gut tun?

Ich bin kein negativer Mensch, natürlich scheint mir auch nicht jeden Tag die Sonne aus dem Allerwertesten, aber ich bin auf einem guten Weg mich wohl zu fühlen. Mit mir und meinem Leben! Und wenn ich dazu erstmal alles auseinander nehmen, ordnen und neu zusammenfügen muss, dann mache ich das gerne. Am Ende möchte ich wirklich nur noch Dinge besitzen, die mich glücklich machen, die ich brauch, die ich wirklich möchte und sie nicht einfach nur habe, weil ich sie irgendwann einmal gebrauchen könnte, ich sie geschenkt bekommen habe oder sie einfach total günstig waren.

Ja mit Menschen ist das ja nicht ganz so einfach, deshalb soll das und meine innere Ordnung erst am Ende stehen. Wenn ich mein Leben entmüllt und mein Konsumverhalten geändert habe, bin ich hoffentlich innerlich so gefestigt, dass ich auch noch den schwersten Schritt gehen werde, denn dazu muss ich mich ja schleißlich auch selbst reflektieren und herausfinden, wer ich bin, wer ich sein möchte und wer mich daran hindert ich zu sein bzw. wie ich manchen Verhaltensweise so entgegentreten kann, dass sich mich nicht mehr belasten.

Meine große Entrümpelungsaktion hat bereits im Januar begonnen und hat sich dann erst in den letzten Tagen zu einer fixen Idee verfestigt, daher erst mal eine kurze Zusammenfassung, wie das Ganze gestartet hat.

Januar

Im Januar habe ich die offensichtlich überflüssigen Dinge zusammengesucht, teilweise weg geworfen, teilweise verschenkt, aber auch sehr sehr viel in Ebay Kleinanzeigen eingestellt. Klar war das ein Aufwand und ja ich hätte mit meiner freien Zeit gern anderes angestellt, aber hey ich habe das ganze ja auch angesammelt, da muss ich dann durch. Ich hätte auch einfach alles wegwerfen können, aber sind wir mal ehrlich, dass ist ein Haufen Geld, dass man mal ausgegeben hat und ganz umsonst soll das Ganze ja auch nicht sein. Und vorallem habe ich wirklich keinerlei Lust das Ganze mit in einen neuen Lebensabschnitt zu schleppen und bisher waren es ja noch nicht mal Dinge, die sich in den Schränken oder dem Dachboden und Keller verstecken. Es gibt also noch viel zu tun!

Aber es bringt ja nichts nur die angeschafften Dinge los zu werden, ich muss auch gegen den Drang ständig etwas Neues zu kaufen angehen. Die größte Falle ist da aktuell einfach DM! Einen Blick in meine Kommoden im Schlafzimmer offenbaren nämlich wie viel Geld ich ständig dort ausgebe, obwohl ich eigentlich nur Windeln und Milchpulver kaufen wollte. Ich besitze einfach Gesichtscremes, Nagellacke und Lippenstifte für Jahre oder 5 andere Frauen mit verschiedenen Hauttypen.

Und um mich in diesen Dingen langfristig einzuschränken, habe ich begonnen penibel Haushaltsbuch zu führen. Dabei achte ich darauf nicht einfach nur zu notieren wie viel Geld ich täglich ausgebe sondern auch wofür. Aktuell nutze ich dafür die App Haushaltsbuch ( hier ). In einem weiterem Schritt möchte ich durch das Auswerten der Daten für jeden Bereich ein gewisses aber realistisches Budget einteilen. Natürlich möchte ich ja nicht komplett auf gewisse Dinge verzichten, möchte aber viel mehr mich damit auseinander setzen, was ich wirklich brauche und wirklich auch will.

Tatsächlich landen in vielen Online Shops erst einmal ein Haufen Artikel, weil sie eben gerade reduziert sind. Am Ende sortier ich zwar das meiste aus, aber man landet dann ja auch schnell bei der nächsten Seite und manche Dinge schaffen es immer weiter als nur in den Warenkorb. Klar brauchen die Kids aus der Reihe auch mal etwas und meistens dann wenn man nicht damit rechnet, genauso wenig wie mit der kaputten Waschmaschine oder dem Auto das nicht mehr startet, dass sind dann aber Ausnahmen.

Das Thema Budget werde ich aber erst später angehen, wenn ich wirklich ein Budget festlegen kann, mit dem wir gut leben und nicht verzichten müssen, um klar zu kommen. Ziel des Ganzen soll sein, dass ich weniger Geld für Sinnloses ausgebe, um mehr Geld für Notfälle zu haben bzw. mir auch mal wirklich was zu gönnen, von dem ich länger einen Nutzen habe, anstatt das 25ste Kissen für 99 Cent zu kaufen, dass nach zweimal Waschen auseinander fällt.

Februar

Und genau weil dieses Sinnlose Geld ausgeben im Januar echt ausgeschweift ist und das „verdiente Geld“ schnell wieder ausgegeben war für Essen gehen, bestellen und ja auch für Sinnvolles , zumindest teilweise , habe ich mir für Februar das Ziel gesetzt mein Kaufverhalten auf ein Minimum zu reduzieren. Erlaubt ist alles was wir brauchen! Essen, Trinken, Windeln, Dinge, die die Kids brauchen sind natürlich erlaubt. Der 25ste Essie Nagellack, die zehnte Jeans und der nächste Stoff, der erst in 20 Jahren für meine Enkel vernäht wird, braucht kein Mensch.

Ich habe mir bereits abgewöhnt meinen Kühlschrank jede Woche bis oben hin vollzupacken. Wozu? Damit ich am Ende die Hälfte wegwerfe, weil ich die Woche darauf wieder vergessen hab, dass noch 5 Joghurts drin stehen und wieder neue einkaufe, weil ich einfach immer Joghurt kaufe. Heute war ich zum Beispiel einkaufen und habe nur das gekauft, was ich wirklich brauche. Ich schreibe einen Essensplan und versuche Lebensmittel, die ich nicht ganz verbrauche bei einem geplanten Essen dann in einem weiteren Gericht zu verbasteln. Meistens kaufe ich für eine komplette Woche ein und kann dann mit den Resten noch 1- 2 Tage überbrücken. Zwischen durch kaufe ich natürlich Dinge wie Brot und andere Kleinigkeiten nach, versuche den Grosseinkauf aber so lange wie möglich rauszuziehen. Vorher habe ich so viele Lebensmittel weggeworfen, jetzt setze ich mich wirklich damit auseinander was wir brauchen und es wird trotzdem jeder satt. Natürlich sind kleine Freuden wie Ofenkäse, Red Bull oder Süßigkeiten erlaubt, aber eben nur wenn sie in absehbarer Zeit verbraucht werden. Vorräte sind gut und sinnvoll, aber eben nur wenn man sie tatsächlich auch verbraucht.

Ich möchte damit beginnen, alles zu benutzen, was ich gehortet habe, möchte nichts mehr zu etwas Besonderem machen. Ihr kennt doch sicher den Satz, dass dies oder das für einen besonderen Anlass gedacht ist. WIESO? Und wenn ich in Zukunft mit meinem Lieblingslippenstift von Mac zum Wertstoffhof fahren will, dann tu ich das ab sofort, denn so viele besondere Momente für so viele besondere Dinge wird es vermutlich nicht geben und jeder Tag ist für mich mittlerweile etwas Besonderes.

Und ja so blöd es klingt und möchte ich, wie schon viele vor mir die Dinge, die ich aufgebraucht habe bewerten, um für mich selbst zu schauen, welche Produkte ich wiederkaufe und wirklich verbrauche oder welche einfach in die Kategorie „ Musste ich haben, brauch ich aber nicht“ fallen.

So das war erstmal eine ganze Ladung Text, aber ich gelobe in den folgenden Challlenge Beiträgen auch mit Wörtern sparsamer zu sein.

Habt ihr euch schon mal mit eurem Konsumverhalten auseinander gesetzt? Euch Gedanken gemacht, was ihr wirklich braucht? Habt ihr Tipps und Anregungen , dann freu ich mich natürlich über einen Kommentar. Für Kritik dürft ihr aber auch gerne die Funktion nutzen, solange sie konstruktiv ist 😉

Jetzt muss ich aber ins wohlverdiente Bett, den Schlaf ist ein Luxus, den ich niemals aufgeben werde.

Ein Kommentar zu „Weniger ist mehr – mein Langzeitexperimet für 2018 // Der Anfang

  1. Ich habe vor 5 Monaten damit begonnen mehr darauf zu achten als mein zweites Kind kam. Ich habe ein paar Tipps vllt helfen sie dir auch.
    1. Bestelle alle Newsletter ab die du per Email erhälst, wie oft denken wir ich checke mal schnell meine E-Mails und dann sieht man ah Mytoys hat Versandkosten frei oder oh verbaudet hat 20% Rabatt für mich -> ich kann ja nur mal schauen was sie so haben -> oh mit dem Rabatt zahle ich ja nur noch xx? aber hat man es gebraucht? Wäre man auf die Idee gekommen das zu bestellem ohne diese E-Mail?
    2. Das Problem mit DM kennt fast jede Frau man will doch nur XX holen bei mir sind es zb Windeln und dann zahlt man 50€ o.ä., Lösung Zettel schreiben was brauche ich wirklich zu DM online gehen und diesen bestellen und kostenlos in die Filiale liefern lassen. Somit musst du nur an die Kasse und bezahlen und siehst nix was dich in Versuchung bringt.
    3. Du machst Großeinkauf per Essensplan für ein Monat, denk daran auch Wurst,Käse,Joghurt etc. sind über ein Monat haltbar und das beste du gehst online auf Rewe die erste Bestellung ist versandkostenfrei und dann sind es normale Liefergebühren-> du brauchst nix schleppen und einpacken und kommst nicht on Versuchung und alle Werbeangebote sind auch online.
    4.Alles was frisch benötigt wird Brot,Eier und Obst/Gemüse holst du aufm Wochenmarkt da liegen keine Süßwaren oder ähnliches was die in Versuchung bringt und mit Kind/ern ist es entspannter,es ist Nachhaltiger und schmeckt so frisch vom Bauern doch am besten. Meist sind beim Wochenmarkt auch Spielplätze gleich ums Eck als Bonus fürs Kind.
    5. Bodys und co. fürs Kind sieht unterm Pulli keiner ob es neu ist oder von Firma xy, kauf es aufm Flohmarkt oder Mamikreisel so kommst du auch nicht in Versuchung Pulli nr. 20 zu holen weil er so süss ist (durch die Präsentation online oder im Laden)und am Ende im Schrank ganz unten landet.
    6.Waschmittel,Weichspüler habe ich mit dem Baby zusammen abgeschafft, wenn etwas weich sein soll nutze ich Essig ist günstig und angenehmer fürs Baby, ebenso kann man für die Wäsche waschnüsse nutzen statt waschmittel ich weis wir Frauen lieben den Duft aber es gibt Dinge die wäscht man fix mit sie sauber sind wo der Duft egal ist und da kann man doch sparen.
    7.Weniger Werbung bei TV, insta und co anschauen was man noch nie gesehen hat somit hat man auch nie gehört das zb ausgerechnet diese Creme ja die Haut viel weicher macht.
    8.Falls man nicht bei dm bestellen will um wirklich nur Windeln zu holen -> Windel LKW,günstige gute Windeln und es gibt nur Windeln kein Beautykram😉
    9.Was ich mit Kind auch sehr toll finde wenn das passende nicht aufm Flohmarkt etc war Kilenda, denn selbst wenn es Pulli 20 wäre, er ist gemietet natürlich kostet auch er Geld aber nur ein drittel vom neuem ausm Laden der wenn er nicht mehr passt im Keller landet hiet bestellst du zahlst Miete und wenn es zu klein oder nicht mehr gefällt oder oder schwups zurück. Sammelt sich nicht im Keller oder muss erst 10 mal fotografiert werden um es dann für ein paar Euro weiterzuverkaufen.
    10.Wie oft holen wir uns unterwegs mit Kind beim spazieren oder nachdem die Kids weg gebracht wurden schnell unser flüssiges „Gold“? Genau sehr oft, jeder weis ein Kaffee,Milchkaffee etc. vom Bäcker usw to go kostet viel mehr als wenn man es daheim selbst macht. Aber daheim hat man morgens keine Zeit zum trinken und/oder hat schon getrunken und trinkt vormittags/nachmittags gern noch ein unterwegs -> ordentlichen schönen Thermosbecher geholt ist der Kaffee auch nach Arbeit noch heiß drin bzw der Milchkaffee oder oder und der macht sich morgens nebenbei kostet runter gerechnet nur ein paar Cent und du sparst somit und brauchst nicht zum Bäcker o.ä. wo man dann wahrscheinlich noch anderes holt weils es lecker aussieht.

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