Unterwegs

Eine Nacht im Schäferwagen // Unser Abenteuer im Tripdrill

Meine beiden Großen haben innerhalb weniger Tage Geburtstag und dieses Jahr wollte ich mal etwas anderes, als nur Sachen schenken, die ich am Ende wieder aufräumen muss und so habe ich Anfang des Jahres für uns eine Nacht im Schäferwagen im nahegelegenem Freizeitpark Tripsdrill hier gebucht inklusive Eintritt in beide Teile des Parks.

Mein Großer war schlau genug kurz vor seinem Geburtstag schon aus mir rauszukitzeln, wohin unser mysteriöser Ausflug hingeht, aber die Mini war total ahnungslos und packte voller Vorfreude ihre Sachen zusammen. Es war schon eine logistische Glanzleistung für 5 Personen Gepäck, Brettspiele für abends, Verpflegung für den Tag, 3 Kindersitze und einen Zwillingswagen in meinen Toyota Yaris zu bekommen, aber irgendwie hat zum Glück doch alles gepasst und so konnte das Abenteuer los gehen.

Vor Ort mussten wir zuerst zum Wildparadies fahren, da sich da die Rezeption des Feriendorfs befindet. Dort bekamen wir unsere Eintrittskarten für den Erlebnispark und den Wildpark. Der Mini hatten wir erzählt, wir hätten falsch geparkt und müssten jetzt umparken, um zum Kloster, das oberhalb von Tripsdrill auf dem Michaelsberg liegt, zu gelangen und als wir dann im Park standen und ich ihr den Parkplan in die Hand gedrückt habe, hat sie vor lauter Freude so einen Schrei los gelassen, dass sich alle erstmal umgedreht haben.

Die Überraschung ist geglückt

Ich war mindestens 10 Jahre nicht mehr im Tripsdrill und war total begeistert, dass sich am traditionellem Teil nichts geändert hat und ich so ein Stück Kindheit wieder entdecken konnte.  Tripsdrill, wie wir es heute kennen, wurde als Treffentrill das erste Mal 1576 als Treffentrill urkundlich erwähnt und 1929 wurde die erste Altweibermühle eröffnet und noch heute ist das Rutschen in der Altweibermühle, die nach einem Blitzschlag neu aufgebaut wurde ein wichtiger Programmpunkt beim Besuch des Erlebnisparks.

Bekannt wurde „die Trulla“ auch durch Dirk Auer der 1998 als erster Mensch mit Inliner über die neugebaute „G’sengte Sau“ Achterbahn raste und 2001 als Teilnehmer der ZDF Sendung „Wetten das“ mit einem Glas Bier in der Hand das ganze wiederholt.

 

Neben den neueren Attraktionen, gibt es wie gesagt auch die Karussels aus meiner Kindheit, die trotz ihrem Alter noch sehr gepflegt aussehen und den Kindern einen rießen Spaß gemacht haben. Nachdem mein Sohn beim Fensterln nicht immer Glück hatte und auch mal „Zum Deifel“ gejagt wurde, kam für meine Mini dann wohl noch eine viel größere Überraschung und ihre anderen beiden großen Geschwister kamen mit Geschenken um die Ecke. Die Freude war groß und es wurde geplant wer mit wem, welches Karussell fährt.

Die zwei Kleinsten hatten derweil ihren Spaß mit den mitgebrachten Snacks und den neuen Freunden aus dem Ziegengehege.

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Gegen Mittag haben wir eine Pause an einem der Imbisse gemacht und uns Currywurst mit Pommes schmecken lassen. Der Preis war völlig in Ordnung und geschmacklich auch. Danach sind die Kinder erstmal durch den Rasensprenger gerannt ( hatte mitgedacht und der Mini ihren Bikini drunter gezogen, bei 35 Grad nicht die schlechteste Idee) und danach ging es weiter mit der Karussell Tour. Nach einem Eis und einem kurzem Aufenthalt im Gaudi Dorf war dann aber auch genug, als um 18 Uhr die Tore schlossen.

Übernachten im Naturresort Tripsdrill

Und so ging es für uns zurück zum Wildparadies und zum Check in. Nachdem wir unseren Schäferwagen bezogen haben und wir beschlossen hatten, dass wir ein leckeres Vesper machen, sind wir in den nächsten Ort gefahren und jeder durfte sich das einpacken, auf das er Lust hatte. Das der Sohnemann sich einen Salat aussucht hätte ich ja nicht gedacht, aber die Jugend muss man ja auch nicht immer verstehen. Und so saßen wir weniger später in unserem kleinen Gärtchen, haben den Eseln und Ziegen zugeschaut und zu Abend gegessen.

Nach einem kleinen Rundgang durch das Baumhausdorf während der Große sich im Badehaus frisch macht, haben wir noch eine Runde Uno gespielt und die Zwillinge ins Bett gebracht. Tja die hatten aber so gar keine Lust und sind auf dem Bett rumgehüpft, so dass wir Großen alle fast im Stehen eingeschlafen sind , die Beiden aber noch topfit waren. Als dann endlich alle schliefen, habe ich in vier glückliche Gesichter gesehen, bevor ich dann erschöpft eingeschlafen bin.

Am nächsten Morgen bin ich zum Duschen ins Badhaus und danach sind wir zusammen zum Frühstück gelaufen. Jetzt weiß ich, dass diese Reihenfolge zumindest für Kinderwagenschieber die falsche Reihenfolge ist, denn das Frühstück gibt es mitten im Tierpark in der Wildsau Schenke. Man konnte sich für zwei Zeiten für das Frühstück melden und da die Kleinsten eh immer sehr früh wach sind , haben wir uns für die erste Uhrzeit entschieden. Das Buffet war völlig ausreichend , es gab Wurst, Käse,Obst, Müsli, gekochte Eier, Rührei , verschieden Brötchen, Brote, Säfte und einen Kaffeevollautomaten.

Tiere erleben im Wildparadies

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Hinterher haben wir unsere Sachen gepackt, alles ins Auto gebracht , haben ausgecheckt und haben den Rest des Tages im Naturresort verbracht. Wir haben die Flugshow der Greifvögel besucht und waren total begeistert, wie toll diese abgehalten wird. Die beiden Großen saßen auf der Tribüne und ich weiter unten am Weg, da die Kleinen geschlafen haben. Wir haben vieles über verschiedene Greifvögel gelernt und mein Highlight war, als der Weißkopf Seeadler direkt neben mir gelandet ist.

Weiter ging es für uns mit Rehen streicheln und füttern, Schildkröten entdecken, verschiedene Experimente erleben und viel über de Wald und seine Bewohner zu lernen. Nach einer Pause am Grillplatz vor der Wilsau Schenke, wo wir Würstchen gekauft und selbst gegrillt haben, ging es noch zu den Bären, Wölfen, Wildkatzen und Luchsen, wo wir uns noch die Fütterung angeschaut haben, bevor wir wieder nach Hause gefahren sind.

Fazit

Wir hatten zwei wunderschöne Tage im Tripsdrill und ich bin super begeistert von der Stimmigkeit des ganzen Konzepts. Für mich passt alles zusammen, angefangen von den Schlafmöglichkeiten bis hin zum Badehaus, dem Frühstück im Wald und dem kleinen Streichelzoo vor den Schäferwägen. Was ich auch sehr toll und aufmerksam fand, war neben dem Geburtstagsgeschenk für die Mini, der Kulli aus einem Ast und den kleinen Traumschäfchen als Betthupferl.

Der Park ist nicht überaus groß und lässt sich locker an einem Tag schaffen und man hat noch Zeit um danach durch das Wildparadies zu gehen. Sollte man wie wir 2 Tage gehen, sollte man an einem Tag den Park und am anderen das Wildparadies besuchen, dann hat man für alles und auch für Pausen genug Zeit . Wir waren in den Ferien und ich hatte trotzdem nicht das Gefühl es wäre überlaufen. ( Gut, die meisten machen bei 35-38 Grad dann doch was anderes, als Achterbahn fahren. Wobei ich sagen muss bei 38 Grad hätte es keinen besseren Ort gegeben als im Wald zu spazieren). Der Park ist sehr gepflegt und die Mitarbeiter waren alle sehr nett und hilfsbereit.

Über die Kosten kann man wie immer streiten, für Kinder von 4- 12 Jahre zahlt man 27 € und Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene je 31.50 €. Das hört sich erstmal viel an, ABER im Gegensatz zu wirklich großen Parks gibt es einen wichtigen Unterschied, man kann wirklich alles an einem Tag schaffen, vergeudet den Tag nicht mit sinnlosem Anstehen, auch die kleineren Kinder können die meisten Attraktionen ( wenn auch meist mit Begleitung eines Erwachsenen) fahren.

Für die Übernachtung inkl. Frühstück, Tagespässen für den Erlebnispark, Eintritt für beide Tage in das Wildparadies in der Hochsaison habe ich 220 € für 5 Personen bezahlt, wobei ich dazu sagen muss, dass Geburtstagskinder freien Eintritt haben. Ich bin absolut zufrieden über das Preis- Leistungs- Verhältnis und  möchte unbedingt auch mal in einem der Baumhäuser übernachten.

Kleiner Tipp: Möchte man etwas Geld sparen und dabei Gutes tun, kann auch zur Blutspenden Woche der DRK kommen und bekommt im Anschluss nicht nur leckere Maultaschen mit Kartoffelsalat, sondern auch einen Tagespass, den man entweder selbst einlösen, verschenken oder an ein Kinderhospiz direkt vor Ort spenden kann.

 

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